Anima Die Kleider Meines Vaters

02

September

Zusammenfassung

Die Regisseurin Uli Decker verfilmt ein Familiengeheimnis: Ihr Vater trug sein Leben lang zeitweilig Frauenkleidung und -Accessoires, um eine Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu spüren. Er tat das heimlich, von Schuldgefühlen geplagt, da so ein Verhalten gemeinhin als Ungeheuerlichkeit galt. Erst an seinem Sterbebett erfuhr die Tochter davon. Also macht sie sich auf, die verborgenen Geschichte des Vaters zu entdecken und verquickt sie mit ihrer eigenen Biografie, die ebenfalls von der Ablehnung heteronormativer Ordnung geprägt ist. Daraus entsteht ein zarter, sehr persönlicher Film, der doch alles Notwendige sagt zur Härte von moralischer und gesellschaftlicher Konvention.