7. KinoFest – Festival Des Deutschsprachigen Films
23.–27. September 2026, Achaia Clauss, Patras
Eintritt frei
7. KinoFest: Der deutschsprachige Film kehrt in die Achaia Clauss zurück – offener und zugänglicher denn je.
Das KinoFest – Festival des deutschsprachigen Films kehrt zum siebten Mal nach Patras zurück und verwandelt vom 23. bis 27. September 2026 die historische in der Achaia Clauss erneut in ein Sommerkino: einen Ort der Begegnung von Film, Kunst, Bildung und europäischem Kulturdialog.
Das einzige Festival in Griechenland, das ausschließlich dem zeitgenössischen deutschsprachigen Film gewidmet ist, präsentiert Filme aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg, darunter zahlreiche offizielle Griechenlandpremieren, sowie eingeladene Regisseurinnen und Regisseure und weitere Filmschaffende, Q&As, KinoFest Talks, Masterclasses, Workshops für Kinder und Erwachsene, eine Kunstausstellung und Sonderveranstaltungen.
Goldsponsor des KinoFests 2026 ist Lidl Hellas, das die diesjährige Ausgabe und die Bemühungen des Festivals unterstützt, seine Aktivitäten und seine Reichweite auszubauen.
Das KinoFest bleibt in der Achaia Clauss
Die diesjährige Ausgabe erhält eine besondere symbolische Bedeutung. Trotz der Schwierigkeiten, die durch den jüngsten Brand in der Achaia Clauss entstanden sind, findet das KinoFest weiterhin an dem Ort statt, der untrennbar mit seiner Identität verbunden ist – mit den notwendigen Anpassungen und unter absoluter Priorität für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher, Partner und Mitarbeitenden.
Die Beziehung des Festivals zur Achaia Clauss beschränkt sich nicht allein auf die Austragung der Filmvorführungen. In diesem Jahr nimmt sie auch eine szenische Form an: mit „Clauss“, einer Schattentheateraufführung unter Einsatz digitaler Bilder und Soundeffekte, die unter der Regie von Christos Kalpouzanis die Geschichte von Clauss erzählt.
Barrierefreiheit im Mittelpunkt
Einer der wichtigsten Schwerpunkte des 7. KinoFest ist die Barrierefreiheit.
Das Festival setzt sich nun ein klares langfristiges Ziel: Das KinoFest soll sich schrittweise zu einem vollständig barrierefreien Filmfestival entwickeln und dabei Hindernisse, die Menschen von einer gleichberechtigten Teilhabe an Kultur ausschließen, so weit wie möglich abbauen.
Zum diesjährigen Programm gehören erstmals in diesem Umfang:
- Filmvorführungen mit SDH-Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Menschen, in Zusammenarbeit mit NOVA
- eine Vorführung mit angepassten sensorischen Bedingungen, die so gestaltet ist, dass sie für Menschen im Autismus-Spektrum und Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten zugänglicher ist, in Zusammenarbeit mit TheHappyAct
- Maßnahmen zur Verbesserung der physischen Zugänglichkeit der Veranstaltungsorte, in Zusammenarbeit mit TOBEA
- sowie die Fachtagung „Kino für alle: Von der Zugänglichkeit zur Teilhabe“ am Donnerstag, den 24. September, um 11:00 Uhr.
Barrierefreiheit wird dabei nicht als einzelne Maßnahme der diesjährigen Ausgabe verstanden, sondern als ein Prozess, den das KinoFest Jahr für Jahr in Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachleuten und Organisationen wie TheHappyAct und TOBEA weiterentwickeln möchte.
Premieren und Filmschaffende in Patras
Das Filmprogramm bringt einige der interessantesten neuen Produktionen des deutschsprachigen Films nach Patras.
Die Eröffnungsfeier findet am Mittwoch, den 23. September, um 19:30 Uhr, in Anwesenheit von Botschafterinnen und Botschaftern sowie Vertreterinnen und Vertretern der deutschsprachigen Länder statt. Im Anschluss folgt die offizielle Griechenlandpremiere von Hallo Betty von Pierre Monnard (Schweiz), in Anwesenheit des Regisseurs. Der Film spielt in den 1950er-Jahren und erzählt von einer jungen Frau, die in einem von Männern dominierten Umfeld arbeitet und zur kulinarischen Ikone der Schweiz wird.
Das Wettbewerbsprogramm umfasst acht weitere Langfilme, von denen viele erstmals dem griechischen Publikum präsentiert werden:
In Liebe, Eure Hilde (Andreas Dresen, Deutschland)
Berlin, 1942: Hilde, schwanger und verliebt, beschließt, sich dem Widerstand gegen die Nationalsozialisten anzuschließen.
22 Bahnen (Mia Maariel Meyer, Deutschland)
Die junge Tilda trägt die gesamte Last ihrer Familie. Einen Vater gibt es praktisch nicht, und ihre Mutter ist dem Alkohol verfallen. Wird es ihr gelingen, ihr Leben zu verändern?
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (Wolfgang Becker, Deutschland)
Der Besitzer einer Videothek in Berlin steht kurz vor dem Bankrott, als er, ohne es beabsichtigt zu haben, über Nacht zum Helden des Landes wird.
Ungeduld des Herzens (Lauro Cress, Deutschland)
Die impulsive Natur eines jungen Soldaten schafft es, in einer jungen Frau mit Behinderung den Mut zu wecken, sich dem Leben zu stellen.
Stiller (Stefan Haupt, Schweiz–Deutschland)
Eine spannende Geschichte über eine Verwechslung der Identität – oder vielleicht doch nicht?
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Simon Verhoeven, Deutschland)
Der Alltag eines 20-Jährigen verändert sich, als er unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München aufgenommen wird.
Vier Minus Drei (Adrian Goiginger, Deutschland)
Eine Clownin wird mit einem schockierenden Ereignis konfrontiert, das ihr Leben auf den Kopf stellt.
Extrawurst (Marcus H. Rosenmüller, Deutschland)
Der Kauf eines Grills löst einen unerwarteten kulturellen Konflikt aus.
Das Festival endet am Sonntag, den 27. September, mit der Preisverleihung, ebenfalls in Anwesenheit von Botschafterinnen und Botschaftern sowie offiziellen Gästen, und dem Abschlussfilm Karla von Christina Tournatzes. Der Abend endet mit einer Sondervorführung des beliebten Good Bye, Lenin!.
Alle Informationen zu den Langfilmen im Wettbewerb des 7. KinoFest finden Sie hier:
kinofest.gr/el/7-diagonistiko-tmima-tainies-megalou-mikous
Und hier zu den Kurzfilmen des Programms:
kinofest.gr/el/7-tainies-mikrou-mikous/
Die Jury des Festivals besteht aus den Filmschaffenden Mary Kolonia, Sonia Liza Kenterman und Alexis Tsafas:
kinofest.gr/el/kritiki-epitropi
Hello Switzerland
Einen besonderen Platz in der diesjährigen Ausgabe nimmt die Schweiz mit dem Schwerpunkt Hello Switzerland ein, der in Zusammenarbeit mit Swiss Films und der Schweizerischen Botschaft in Griechenland realisiert wird.
Neben Hallo Betty von Pierre Monnard umfasst der Schwerpunkt Stiller von Stefan Haupt, den Kinderfilm Mein Freund Barry von Markus Welter sowie ein eigens ausgewähltes Programm zeitgenössischer Schweizer Kurzfilme.
Ziel ist es, dem griechischen Publikum ein umfassenderes Bild des zeitgenössischen Schweizer Filmschaffens zu vermitteln – vom Spielfilm bis zum Kurzfilm.
Between the Frames: Erinnerung zwischen Film und bildender Kunst
Parallel zum Filmprogramm präsentiert das KinoFest die Ausstellung Between the Frames. Memory in Negotiation, konzipiert und kuratiert von Liana Zoza / Cube Gallery, mit Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland und des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds.
Die Ausstellung versteht Erinnerung nicht als etwas Statisches, sondern als ein Feld kontinuierlicher Neuverhandlung und bringt dabei bildende Kunst, persönliche und kollektive Erinnerung sowie die kulturellen Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland miteinander in Dialog.
Die Eröffnung findet am 23. September statt. Die Ausstellung bleibt auch nach Abschluss des Festivals bis zum 29. Oktober in der Achaia Clauss zu sehen.
Masterclasses, Workshops und Industry-Aktivitäten
Auch in diesem Jahr erweitert das KinoFest sein Bildungs- und Fachprogramm.
Der Schweizer Regisseur Pierre Monnard präsentiert die Masterclass „From True Stories to Popular Cinema“, in der er untersucht, wie eine wahre Geschichte in eine filmische Erzählung verwandelt werden kann, die ein breites Publikum erreicht.
Lydia Geissler, professionelle Makeup & Hair Artist für Film und Fernsehen, präsentiert die Masterclass „Character Through Makeup & Hair“ darüber, wie Make-up und Haare zur Figurenentwicklung, Dramaturgie und gesamten visuellen Sprache eines Films beitragen.
Parallel dazu konfrontiert der zweitägige praxisorientierte Workshop „Wir bereiten eine europäische Koproduktion vor!“ die Teilnehmenden mit den realen kreativen und produktionstechnischen Herausforderungen einer internationalen Koproduktion anhand eines fiktiven Filmprojekts, das Griechenland, Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg miteinander verbindet.
Ergänzt wird das Programm durch die KinoFest Talks, Gespräche mit Filmschaffenden und Fachleuten sowie Veranstaltungen, die das Publikum in direkten Kontakt mit den Menschen hinter den Filmen bringen.
Film und gesellschaftlicher Dialog
Am Sonntag, den 27. September, wird der Film Love Alone Can’t Make a Child / Der Wunsch von Judith Beuth in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung gezeigt. Im Anschluss findet ein thematisches Publikumsgespräch statt.
Am ersten Tag der Filmvorführungen (23. September) wird zudem vor der Eröffnungsfeier der Dokumentarfilm Freud, der Außenseiter von Yair Qedar in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt. Damit wird in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Botschaft ein weiterer Gesprächsraum rund um die Persönlichkeit und das Vermächtnis von Sigmund Freud eröffnet. Im Anschluss findet ein Q&A mit dem Publikum statt.
Am Samstag, den 26. September, steht der Dokumentarfilm Was an Empfindsamkeit bleibt von Daniela Magnani Hüller, in Anwesenheit der Regisseurin, besonders im Mittelpunkt. Der Film feierte seine Weltpremiere im Berlinale Forum 2026 und erhielt eine Lobende Erwähnung der Jury des Berlinale Documentary Award. In ihrem autobiografischen Debüt kehrt die Regisseurin vierzehn Jahre später zu dem Femizidversuch zurück, den sie als Jugendliche überlebt hat, und sucht durch Begegnungen und Erinnerungen nach Antworten auf das, was damals geschah.
KinoFest für Kinder und Jugendliche
Am Wochenende öffnet sich das KinoFest mit einem speziellen Kinderprogramm auch für die jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauer.
Zu den Vorführungen gehören Mein Freund Barry und Das geheime Stockwerk, der in Zusammenarbeit mit der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Griechenland gezeigt wird. Parallel dazu finden kreative und pädagogische Workshops des Goethe-Zentrum Patras und von Oneirou Draseis statt.
In diesem Jahr macht außerdem das KinoFest Youth Committee seine ersten Schritte: eine Pilotinitiative zur Filmbildung für Jugendliche, die künftig die Grundlage für die Gründung einer deutsch-griechischen Youth Jury bilden soll.
Ein Festival, das allen offensteht
Das KinoFest wurde 2019 von ABCinema in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Zentrum Patras gegründet, mit dem Ziel, dem griechischen Publikum das zeitgenössische deutschsprachige Filmschaffen näherzubringen und einen dauerhaften Raum für den kulturellen Austausch zwischen Griechenland und den deutschsprachigen Ländern zu schaffen.
Die 7. Ausgabe wird von ABCinema veranstaltet, in Koorganisation mit dem Goethe-Zentrum Patras und in Zusammenarbeit mit sowie mit Unterstützung von Botschaften, Filminstitutionen und Kulturorganisationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg.
Wie jedes Jahr sind alle Filmvorführungen und die meisten Veranstaltungen des Festivals bei freiem Eintritt zugänglich, womit der offene und öffentliche Charakter des Festivals gewahrt bleibt.
7. KinoFest – Festival des deutschsprachigen Films
23.–27. September 2026
Achaia Clauss, Patras
Eintritt frei
Weitere Informationen: kinofest.gr


